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Havening Techniques im Gespräch- Susanna Sweeney interviewt von Michelle Haintz

Havening Techniques® sind eine neue Therapiemodalitat aus den USA, erst seit etwa knapp zehn Jahren als Ausbildung auf dem Markt. Hier wird Susanna Sweeney, HT Ausbilderin, von Michelle Haintz interviewt. Sie erzählt von ihren eigenen Erlebnissen mit HT und von der Havening Ausbildung.


havening techniques

Michelle Haintz: Doch heute habe ich einen ganz interessanten Gast und eine tolle Methode, mit der ich sehr viel Resonanz fühle. Susanna Sweeney habe ich so richtig ausgesprochen und ja.

Herzlich willkommen Susanna. Ich freue mich auf unser Gespräch und bin schon neugierig, was du noch alles erzählst. Ein bisschen habe ich schon erfahren aus anderen Interviews, aber ich denke, da kommt sicher noch mehr.

Susanna Sweeney: Ja, zuerst mal vielen Dank, Michelle, dass ich mit dir reden darf und deinem Publikum. Und ja, ich bin Susanna Sweeney, Psychotherapeutin. Seit über 30 Jahren arbeite ich in dem Feld auf dem Gebiet.

Ich bin ursprünglich aus Berlin, aus Ostberlin, also bin noch hinter der Mauer aufgewachsen. Und als ich 19 war, fiel die Mauer. Und im Jahr darauf bin ich nach Irland gezogen, praktisch schon, und lebe nun seit über 30 Jahren in Irland und meine Psychotherapie Ausbildung, all das hat hier in Irland stattgefunden, also im englischsprachigen Raum. Und da ist ja alles noch ein bisschen anders als in Deutschland.

Das ist nicht ganz so eng und reguliert- sagen wir mal so. Und ja, ich habe bin also praktisch so durch die Hintertür selber reingekommen, habe für eine Organisation gearbeitet, die hat sich um vergewaltigte Frauen gekümmert und das war mein Einstieg als Freiwillige damals.


Havening Techniques im Gespräch- Susanna Sweeney interviewt von Michelle Haintz


Das war mein Einstieg in die Welt der Therapie, denn sehr schnell stellte sich dann raus, dass diese Frauen auch ganz andere Bedürfnisse hatten. Dass es nicht nur darum ging, mit denen vor Gericht zu gehen. Und ihre Rechte zu erkämpfen sozusagen, sondern dass es auch um darum ging, dass sie gerne reden wollten über das, was passiert ist.

Und ein paar Jahre später kamen dann die ganzen Kindesmissbrauchs Sachen auch ins öffentliche Gespräch hier. Das war ja in Amerika und auch in Deutschland schon etwas früher. Hier hat sich das bisschen verzögert bis in die frühen 90er hinein.

Susanna Sweeney: Und dann haben wir den Service in unserer Organisation so aufgebaut, dass wir den Klienten gegeben haben, worum sie gebeten haben, sozusagen. Und so bin ich praktisch total durch die Hintertür über die Frauenbewegung in die Therapie hineingerutscht und beschäftige mich also seitdem mit Trauma und mit Trauma Klienten.

Und wie ich bereits erzählt habe, ich komme aus dem Osten noch. Und damit erklärt sich schon, das auch in meiner eigenen Geschichte sehr viel Trauma ist und auch inter... Trauma, was sich über die Generationen hinweg zieht, wie es wie ist das Worte dafür, Michelle, auf Deutsch.

Michelle Haintz: Ahnen. Also die Idee, also transgenerative Heilung.

Susanna Sweeney: Transgeneratives Trauma Auf jeden Fall. Genau, auf jeden Fall in meiner Familie. Ich glaube in vielen, vielen deutschen Familien. Was alles noch auf die auf den zweiten Weltkrieg usw zurückläuft. Und das habe ich auch selber bei mir alles bearbeitet.

Susanna Sweeney: Und sagen wir mal so, als die Mauer fiel 1989, da war ich 19, ich war depressiv und ich hatte Angstzustände. Alles beides.

Und da musste ich erst mal meinen Weg herausarbeiten aus dem Ganzen und habe ganz, ganz viele verschiedene Sachen ausprobiert, über die Jahre meine Psychotherapie Ausbildung gemacht und dann alle möglichen an verschiedenen Sachen gelernt.

Weil ich habe auch ganz schnell gemerkt, dass wenn ich meinen Trauma. Klienten wirklich helfen will, Veränderungen zu erzielen in ihrem Leben und ihrer Lebensqualität, dass Reden einfach nicht genug ist.

Nun man kann reden und reden und reden, aber die Traumaklienten fühlen sich nicht unbedingt besser dabei, sondern es fühlt sich oft eher so an, als ob sie von dem Schnellkochtopf, um ein Bild dafür zu benutzen, kurz mal den Deckel runter nehmen, dann rühren wir da drin herum während wir reden und dann machen wir den Deckel wieder drauf und dann ist der Druck wieder ganz genau so da.

So wie er vorher war. Und dass dieses Aufrühren rührt schon Sachen auf, aber es klärt sie nicht unbedingt auf. Ich würde sagen in wahrscheinlich 80% der Fälle passiert das nicht spontan, diese Aufklärung. Für manche Leute schon. Aber nicht immer. Und dadurch habe ich dann angefangen, auch andere Sachen mit einzubeziehen.

Bin dann irgendwann auf Hypnose gekommen und dann dadurch durch die Hypnose Welt habe ich dann Havening entdeckt. Und. Eine Havening  Ausbildung gemacht.

Das ist jetzt was etwa vier Jahre her. Habe mich gleich.... Ich hatte bei der ersten Ausbildung ein ganz tiefgreifendes Erlebnis selber, was ganz viele Sachen aufgelöst hat in einer Demo Sitzung mit einem der Gründer von Havening  mit Dr. Steven Ruden.

Und das hat mich natürlich sofort voll und ganz überzeugt. Das war also- da kamen Themen hoch, die wusste ich gar nicht mehr, dass die überhaupt noch da waren.

Also ich kam mit chronischen Schmerzen, das ist das Thema, was ich angegeben habe, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt diese chronischen Schmerzen seit 15 Jahren, seit ich in einem Autounfall gewesen war, hatte ich so große Rückenschmerzen, habe alles Mögliche probiert, wie man das so macht. Und alles kam irgendwann an die Grenzen.

Susanna Sweeney: Der Schmerz war so scharf zu der Zeit, dass ich auf Arbeit nur noch auf so einem Gymnastikball sitzen konnte. Ich habe gar nicht mehr auf Stühlen oder Sesseln gesessen, weil ich wirklich scharfe Schmerzen bekommen habe. Und dann habe ich mir gedacht- na gut, wenn ich jetzt hier eine neue Methode lerne.

Dann wollen wir die doch auch. Gleich mal austesten. Dann wollen wir mal sehen, was sie tun können. Und wenn sie diesen Schmerz- ses hat ja nichts anderes mehr geholfen- Wenn sie diesen Schmerz um 10 % verbessern können, dann ist Havening  gut.

So habe ich mir das überlegt und habe gedacht, es ist unmöglich. Ich habe ja schon alles probiert, das schaffen die nie. Na und dann hat- das war Sonntagabend also dieser diese Ausbildung war einen ganzen Tag Samstag und den ganzen Tag Sonntag. Nun, inzwischen war es Sonntagabend. Wir hatten das ganze Wochenende auf Hotelstühlen gesessen.

Und diese Hotelstühle sind nicht besonders bequem. Und ich war dann wirklich. Mir tat wirklich alles weh. Ich hatte wirklich richtig Schmerzen, als diese Sitzung anfing. Und das ging dann 50 Minuten. Da habe ich- in der Zeit habe ich alle möglichen verschiedenen Sachen noch mal wieder erlebt, die ich schon kannte. Und dann, letzten Endes kam etwas, was ich zwar auch schon angetastet hatte als Thema es war, waren Sachen, die mit der Geburt zu tun hatten.

Die liefen mir immer schon mal über den Weg. Bei den verschiedenen Dingen, die ich probiert habe hatte kam das Thema immer mal, aber was ich erst hinterher verstand, was ich- erst nach der Henning Sitzung wurde mir das klar, dass das vorher nie durchlaufen konnte, das Thema.

Es konnte nie von Anfang bis Ende durchspielen, sondern ich bin irgendwann immer dissoziiert. Das heißt irgendwann sind immer die Gefühle wieder eingefroren und ich war dann so ein bisschen spacey, aber aufgelöst hat sich nie etwas dadurch.

Bis ich das mit Havening nochmal alles wieder erlebt habe. Und zwar kam dann in dieser Zeit, in diesem Teil der Sitzung kam eine riesengroße Angst. Nun würde man sich ja vorstellen, dass es sehr unangenehm ist, Angst zu fühlen. Wer fühlt schon gerne Angst und dass man da gerne weglaufen würde, wenn man so eine riesengroße Angst fühlt. Und interessanterweise war das aber.  überhaupt nicht so.

Sondern man muss sich vorstellen Ich saß auf einer Bühne vor dem Publikum, da waren etwa 70 Leute im Publikum, und ich habe, während ich das alles erlebt habe, habe ich sogar noch schön kommentiert fürs Publikum. Die ganze Zeit habe ich das schön, schön, brav, sagen wir mal, auch noch kommentiert.

Und es war überhaupt kein Problem für mich, sondern völlig natürlich. Und da wusste ich dann, dass das eine Methode ist, die wirklich ganz, ganz anders ist und in einer ganz anderen Region sich befindet im Vergleich zu allen anderen Therapiemethoden, die mir jemals über den Weg gelaufen sind.

Und dann habe ich mich dann diese Befreiung von der Angst, ja dann alle möglichen Sachen natürlich bei mir selber verändert. Neun Monate später bin ich dann endlich, wie sagt man da- habe ich eigentlich für mich selber gearbeitet? Manchmal fallen mir die deutschen Worte mit ein. In der.

Michelle Haintz: Hast Du Dich selbständing gemacht.

Susanna Sweeney: Genau. Danke dir. Und ohne jegliche Probleme, wo ich vorher immer große Angst davor hatte. Angst vor Unsicherheit und wie es so ist. Und es war auf einmal alles kein Thema mehr. Und ich habe mich dann auch sofort total auf Havening gestürzt und habe im nächsten im folgenden Jahr dann alles gelernt, was man nur lernen kann, sozusagen mit der Methode. Habe bei verschiedenen Ausbildern hospitiert und mir das alles alles reingezogen, was nur reinzuziehen geht.

Und bin dann selber auch Ausbilderin geworden. Natürlich, mit meiner Leidenschaft dafür. Meine eigene gesamte Klinik ist, ich würde sagen zu 90% Havening. Natürlich bringe ich da mein Therapiebewusstsein usw alles mit rein, aber in Sachen der Techniken, die ich benutze, benutze ich zum Großteil nur noch Havening.

Weil ich einfach gemerkt habe, dass dieses Havening Toolkit wirklich so super ist, dass man alles damit machen kann.

Ja und egal in welchem Bereich man therapeutisch arbeitet oder als Coach arbeitet, also für deine Klienten zum Beispiel würde das auch super funktionieren, super wirken, denn da ist ja auch Trauma dahinter.

Also alles was mit Trauma zu tun hat, lässt sich wunderschön, wunderschön aufklären, mit Havening und ich sage aufklären, weil es ist dann so, dass es durch ist, was man einfach mit anderen Methoden nicht so leicht so erlebt. Also bei mir war es dann so, es war dann wirklich durch. Das Thema hatte sich abgegessen und da musste ich nicht noch mal ran.

Und ich arbeite mit meinen Klienten an Sachen wie Angstzuständen. 

Und die kommen manchmal auch mit diesem Imposter Syndrom. Das gibt es- das Wort gibt es auch schon auf Deutsch oder? Wenn man sich auf der Arbeit immer so fühlt, dass die anderen alle besser sind und man selber.

Michelle Haintz: Achso, Selbstwert, Selbstwert, Mangel.

Susanna Sweeney: Ja da ist Selbstwert Mangel mit dabei und auch ein bisschen Angst dabei.

Michelle Haintz: Also dieses sich Kleinmachen.

Susanna Sweeney: Ja genau, alle diese Themen bearbeite ich tagtäglich mit meinen Klienten. Und ja, das geht im kürzesten Zeitraum mit Havening und die Veränderungen sind einfach permanent dann die sind lebenslang.

Und es gibt aber auch in der Havening Community Leute, die in einem ganz, ganz anderen Bereich arbeiten. Also Coaching bis hin zur Höchstleistung zum Beispiel.

Und genau auf die selbe Art und Weise ist Havening da etwas, was viel, viel bessere Ergebnisse bringt als Coaching, was nur allein auf einem Bein steht. Und so hat Havening eine ganz breite Anwendung, ein ganz breites Anwendungsfeld.

Alles zwischen Erster Hilfe auf der einen Seite also sagen wir mal zum Beispiel Erste Hilfe nach Trauma, wenn die- wenn der. Krankenwagen kommt. Man kann ja sofort etwas damit machen, die Leute beruhigen und das andere Extrem, dann ist die Höchstleistung und alles dazwischen.

Also die ganzen verschiedenen Körpertherapien, Therapien, alles was mit Wellness zu tun hat. Überall kann man Havening einbauen und das Klienten Erlebnis und Ergebnisse, die die Klienten haben, damit grundlegend verbessern.

Michelle Haintz: Und das Schöne ist ja auch eine Selbsthilfe Methode. Auch das ist es gefällt mir sehr.

Susanna Sweeney: Natürlich. Also ich benutze es selber täglich zur Selbsthilfe und alle meine Heveling Studenten, die kriegen das auch alle beigebracht. Ja. Natürlich. Und das ist ja auch sehr, sehr wichtig, wenn man mit Klienten arbeitet, dass man sich gut um sich selber kümmert und je mehr man an den eigenen Themen aufklärt, desto mehr ist man fähig, Für die Klienten da zu sein.

Michelle Haintz: Ist kein hilfloser Helfer mehr.

Susanna Sweeney: Genau. Genau. Ja.

Michelle Haintz: Ich finde es immer so wichtig, Dinge zu verstehen. Und ich denke, viele unserer Zuseher und Zuschauerinnen auch, möchte ich dich bitten, ein bisschen zu erklären. Den Mechanismus, also wie es funktioniert auf Hirnebene und so. Das finde ich sehr spannend.

Susanna Sweeney: Ja, ja, sehr gute Frage, Michelle. Und bevor ich das mache, gehe ich vielleicht ein bisschen in die Geschichte rein, denn es waren auch viele Zufälle dabei, wie das Ganze überhaupt zustande kam.

Michelle Haintz: Zufälle...

Susanna Sweeney: Genau. Genau. So und wir haben zum Beispiel- der Paul McKenna hat damit zu tun Paul McKenna der in deutschen Landen sehr bekannte Selbsthilfeautor und auch Hypnotiseur.

Vor vielen, vielen Jahren lernten Dr. Ron Ruden und. Paul McKenna sich auf einer Konferenz kennen und sie haben sich sofort gemocht und haben sich miteinander angefreundet und haben sich seitdem regelmäßig getroffen. Und irgendwann um das Jahr 2000 herum, da entdeckte der Paul McKenna Tapping also die Klopftherapien, die dich ja auch sehr begeistern.

Michelle Haintz: Ja.

Susanna Sweeney: Und er brachte ein Buch mit nach New York und das war Roger Callahan Buch über TFT. Und er erzählte dem Ron Ruden, wie er im Flugzeug damit eine Dame beruhigt hat.

Die hatte bei dem Flug eben Ängste und er hat dann dieses Protokoll durchgemacht dafür und danach ging's ihr super. Und der Ron Ruden, der Ron Ruden ist Internist, also westlich ausgebildeter Doktor mit schulmedizinischem Gehirn.

Der kratzte sich erst mal am Kopf und dachte: Hmmm, wirklich? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber er hatte natürlich genug Respekt für seinen Freund um sich das Buch mit nach Hause zu nehmen. Und fing dann an, mit seinen Klienten, mit seinen Patienten vielmehr in seiner Klinik zu experimentieren.

Michelle Haintz: Zu klopfen.

Susanna Sweeney: Genau. Und das war also der berühmte Spaziergang durch, durch den Central Park. Und- wo dieses Gespräch und die Übergabe des Buches stattfand. Und dann, in der darauffolgenden Woche, suchte der Dr. Ron Ruden nach allen möglichen Freiwilligen, die irgendwelche Phobien hatten.

Und zuerst war da eine Kollegin von ihm, die hat eine Katzenphobie. Er öffnet sein Buch, er macht das Protokoll durch. Er ist ja nicht ausgebildet, macht es wirklich aus dem Buch heraus. Katzenphobie war weg.

Und er, dachte sich, das ist ja interessant. Und dann kamen eben noch mehrere andere. Und als die Woche dann herum war, rief er seinen Bruder an, seinen Zwillingsbruder Dr. Steve Ruden, der mit mir gearbeitet hat.

Den rief er an und er sagte Steve, das interessiert mich. Ich bin da sehr, sehr neugierig. Lass uns mal sehen, was wir dazu finden können in der wissenschaftlichen Literatur.

Und dann suchten sie zuerst nach allem, was irgendwie mit Meridianen oder so zu tun hatte. Und dann stellte sich aber ganz, ganz schnell raus. Da gab es nichts. Da gab es einfach keine Literatur dazu.

Susanna Sweeney: Und dann haben sie weiter überlegt und irgendwann sagte dann der Ron Ruden Naja, was kontrolliert denn diese ganzen Sachen im Körper?

Es kann ja eigentlich nur das Gehirn sein. Das Gehirn ist der der Computer, der alles steuert und alles reguliert. Und so fing der Einstieg an in die Neurowissenschaft. Und da haben sie sich dann wirklich Zehntausende von neurowissenschaftlichen Studien gekauft, gelesen, durchgearbeitet über die Jahre.

Die sind ja nun mittlerweile 20 Jahre dabei. Und. Nach ein paar Jahren dieses Studiums hatten sie dann verschiedene Theorien und diese dann eine nach der anderen aus dem Fenster warfen, weil irgendwelche Argumente dagegen sprachen.

Und letzten Endes haben sie dann das Puzzle zusammengebaut. Wie- also die Frage war, wie enkodiert das Gehirn schwierige oder lebensbedrohliche Erlebnisse, die wir haben? Und die Frage konnten sie dann beantworten.

Mittlerweile kann man diese Frage beantworten, wenn man das einfach nur googelt. Mittlerweile ist das also gut bekannt. Diese Mechanismen sind gut bekannt.

Und sie waren aber so Pioniere dabei, das ganze. Bild zusammen zu bauen. Und dann, als sie an dem Punkt waren, dann haben sie sich überlegt: Naja, wenn wir nun wissen, was die Ursache ist, dann können wir es vielleicht ja auch auseinander nehmen.

Das war der Punkt, wo sie dann anfingen, sich anzugucken, was denn andere Methoden machen und wie andere Methoden funktionieren, warum die funktionieren. Also auch wieder die wissenschaftlichen Studien, die es dazu gab, haben sie sich angeguckt.

Und haben dann aus verschiedenen Methoden das Beste und das gehirnfreundlichste rausgezogen. Und dazu gehören NLP, EMDR und auch Tapping, wobei sie die Protokolle alle so zusammengebaut haben, dass sie eben wirklich gehirnfreundlich sind und ganz, ganz einfach sind. Also viele Sachen sind noch viel, viel einfacher als beim Klopfen.

Und also einfach beizubringen, das war eines Ihrer- einer Ihrer Wünsche, dass Sie wollten, dass Sie eine Methode erfinden, die einem ganz breiten Spektrum von Leuten sehr, sehr einfach beigebracht werden kann. Also nichts Akademisches, nichts, was irgendwie nur einer Elite gehört, sondern etwas, was eben auch zur Selbsthilfe benutzt werden kann.

Und für die Gebrüder Ruden, die sind also beide Ärzte, ich habe schon gesagt, der Ron Ruden ist Internist, in Manhattan, seit vielen, vielen Jahren, ist also gut positioniert gesellschaftlich. Und sein Bruder, sein Zwillingsbruder war Zahnarzt, der ist jetzt in Rente gegangen.

Also so, wie das organisiert ist in Amerika. Der war zwar Zahnchirurg, Kieferorthopäde, Zahnarzt, alles in allem, und hatte da eine sehr lukrative Praxis auch. Was ich damit sagen will ist: Es geht denen nicht um. Geld.

Das war nie die Motivation dabei hier eine Methode zu erfinden, mit der sie irgendwie Geld machen können oder so, sondern für die beiden war die solide Motivation von Anfang an, dass sie einen Nachlass schaffen wollen.

Und die sind jetzt mit 70. Die beiden werden nächstes Jahr 76. Und so ist deren Orientierung. Und. Sie sagen, wir befinden uns jetzt in dieser letzten, in dem letzten Lebensquartal und wir wollen was Gutes schaffen für die Gemeinschaft. Und so ist auch der Geist viel in der Havdaing community, dass er so viel gemacht wird, zum Beispiel mit Flüchtlingen international.

Also die Community ist auch total beeinflusst von diesem Geist, den die beiden Gründer dort einbringen.

Michelle Haintz: Humanistisch.

Susanna Sweeney: Ja, humanistisch würde ich das nennen.

Michelle Haintz: Genau das ist ja ganz typisch für Zwillinge. Ob zu lange oder gemeinsam geborene, die wollen immer die Welt in einem besseren Zustand verlassen, als sie sie betreten haben. Als ich gehört habe, dass es Zwillinge sind, ist mein Herz gleich sofort aufgegangen, weil die sind einfach, wir sind anders.

Michelle Haintz: Hm. Ganz, ganz toll. Magst du ein bisschen also jetzt nicht genau die Methode gern, aber ein bisschen so hineinschnuppern lassen. Weil.

Susanna Sweeney: Ja genau, die Frage war ja eigentlich zu Neurowissenschaft. Ich dachte, ich erläutere mal den Hintergrund ein bisschen, damit es dann auch Sinn macht, wo das alles herkommt.

Also die Gebrüder Ruden, die haben selber jetzt keine neurowissenschaftliche Forschung angestellt in dem Sinne, sondern die haben die Studien von anderen Leuten studiert und haben daraus das Modell zusammengebaut, wie diese Sachen funktionieren im Gehirn und im Kern des Ganzen steht ein einzelner Mechanismus.

Bevor ich den Mechanismus erkläre, möchte ich aber auch noch sagen, dass das natürlich immer alles ein Modell ist. Das Gehirn ist sehr, sehr kompliziert. Das sind- zu jedem gegebenen Zeitpunkt laufen da viele verschiedene komplexe Prozesse ab. Also dieses Modell ist ein Modell in Isolation betrachtet.

In der Realität spielen da natürlich noch andere Prozesse mit hinein. Aber für den Sinn und Zweck der Illustration mag ich solche Modelle, ist es schön, wenn man es genau und vereinfacht sehen kann.

Und dieses Modell ist, dass bei der Enkodierung dieser schwierigen oder vielleicht sogar lebensbedrohlichen Ereignisse unser Gehirn uns unterstützen will.

Und das macht es, indem es Erinnerungen schafft, an die wir uns immer lebhaft werden erinnern können, die also immer mit emotionaler Ladung wiederkommen, sobald die kleinste, der kleinste Erinnerungsanstoß stattfindet.

Und da siehst Du vielleicht schon Trauma Klienten, denn das ist ja die Natur der traumatischen Erinnerung, dass die immer so lebendig bleibt, auch viele Jahrzehnte später noch mit der vollen emotionalen Ladung in den Vordergrund tritt beim kleinsten Anstoß. Und wie macht unser Gehirn das? Wie schafft es solche Erinnerungen?

Da werden die Erinnerungen auf eine ganz bestimmte Art und Weise verankert, und zwar in der Amygdala. Die Amygdala ist, ist im Zentrum, sage ich mal, vom limbischen System im Gehirn hat ganz viel mit Überleben zu tun, allem, was mit Überlebensfunktionen zu tun hat.

Und deswegen werden diese Sachen dort verankert. Die Idee ist, dass wenn wir uns lebhaft an diese Dinge erinnern können, dass wir dann in Zukunft solche Situationen oder ähnliche Situationen vermeiden können.

Michelle Haintz: Das ist also ein Schutzmechanismus.

Susanna Sweeney: Das ist ein Schutzmechanismus. Also das, was wir Trauma nennen... Trauma bedeutet ja Wunde auf Griechisch. Ja und wir bewegen uns jetzt eigentlich mehr und mehr weg von dieser Idee, dass Trauma nur eine Verletzung, Verwundung ist.

Irgendwas ist falsch gelaufen. Nein, im Gegenteil. Sondern unser Gehirn wollte uns schützen. Mit diesem Mechanismus will uns unser Gehirn unterstützen. Das Problem ist nur, wir leben ja in einer sehr komplexen Gesellschaft und nicht mehr in der Natur. Und dadurch laufen die Sachen in der modernen Gesellschaft ganz anders ab für uns. Und oft funktioniert es dann nicht so, wie von der Natur beabsichtigt.

Und diese Verankerung, um noch mal richtig neurowissenschaftlich zu sprechen, da gibt es, Rezeptoren, die nennen sich AMPA Rezeptoren. Die kann man auch googeln. Und es sind diese AMPA Rezeptoren, die an ganz bestimmter Stelle, nämlich an dem post-synaptischen Neuron, in der Amygdala, auf der Zelloberfläche die Erinnerung verankern, dadurch sie erscheinen.

Die werden dann mit Phosphatmolekülen festgebunden. Und wenn es einmal so fest gebunden ist, dann wird es so leicht nicht wieder auseinander genommen. Das ist die Intention. Na, wir verankern das, weil wir müssen uns daran erinnern.

Und das wunderschöne ist- aber mit der Methode, mit Havening, dass wir das ganz gezielt umkehren können und den Leuten dann Erleichterung verschaffen können von den Sachen, die nicht mehr gebraucht werden. Also wenn es eine Erinnerung ist von etwas, was vor 30 Jahren passiert ist, es ist nicht mehr relevant. Das lässt sich dann ganz leicht auseinandernehmen und ganz gezielt.

Michelle Haintz: Es greift also an den Rezeptoren an, quasi die Methode.

Susanna Sweeney: Die Methode schafft eine bestimmte Gehirnwelle. Nämlich Delta Gehirnwellen. Also mittlerweile sehen wir in der Forschung auch, dass auch Theta Gehirnwellen dabei sind und in diesem, in dieser Umgebung, wo diese Gehirnwellen präsent sind, da fühlt man sich richtig gut.

Also ich hatte auf dieser Bühne ein Gefühl von Wohlbefinden. Das gibt es gar nicht. Obwohl wir an diesen schwierigen Themen gearbeitet haben. Ja, man fühlt sich entspannt, man fühlt sich sicher. Man fühlt sich so gut wie noch nie.  Es ist vielleicht nicht immer so. Ja. Ich sage das jetzt so ein bisschen übertrieben. Man fühlt sich auf jeden Fall nicht so, dass man gleich dissoziiert. Man fühlt sich nicht überwältigt.

Michelle Haintz: Aber man fühlt sich sicher. Sicher.

Susanna Sweeney: Na ja, und daher kommt das Wort Havening. Dieser sichere Hafen der geschaffen wird durch die Gehirnwellen, durch die richtigen Gehirnwellen. Dass man also dann entspannt bleiben kann in diesem sicheren Hafen und gehalten werden kann in diesem sicheren Hafen.

Während wir hinter den Kulissen ganz gezielt diese Sachen wunderschön auseinander nehmen können. Und es sind also nicht allein diese Gehirnwellen. Mit den gezielten Prozessen, die wir dann benutzen da passieren verschiedene Stufen von neurochemischen Prozessen.

Im Endresultat rutschen diese Rezeptoren von der Zelloberfläche ab, werden- disintegrieren und werden recycelt, sodass sie- die sind dann einfach weg und damit ist die Gefühlsladung weg. Große Überraschung, jedes Mal. Die Klienten wundern sich und denken wo ist das Gefühl hin?

Es ist auf einmal nicht mehr da. Etwas, was sie seit vielen Jahren mit sich herumgetragen haben. Was dann auf einmal keine Bedeutung mehr hat oder nicht mehr so eine große Bedeutung.

Michelle Haintz: Und es ist wirksamer als zum Beispiel EFT allein.

Susanna Sweeney: Na nun, ich bin nicht in EFT ausgebildet, ja. Aber ich, von allem, was ich höre, von EFT Practitioners, also würde ich auf jeden Fall sagen, Ja. Also wir haben auch viele EFT und TFT undsoweiter Practitioners in der Community. Ich würde selber sagen ja.

Michelle Haintz: Das ist eine Weiterentwicklung vielleicht.

Susanna Sweeney: Ja es ist eine Weiterentwicklung von vielen, vielen verschiedenen Sachen. Eben unter der Überschrift "gehirnfreundlich". Das ist erstmal eine Methode, die wirklich von der aus der Wissenschaft heraus gewachsen ist. Die Methoden sind aus der Wissenschaft heraus gewachsen. Das gibt's ja sonst nirgendwo.

Also sogar wenn man sich EMDR anguckt. Das war, auf jeden Fall auf dem Papier, eine Zufallserfindung, eine zufällige Beobachtung. Dann wurde es durch Versuch und Irrtum- wurden die Methoden entwickelt daraus. Und so ist es ja meiner Ansicht nach mit den meisten Therapiemethoden beruhen auf einer Zufallsbeobachtung. Und dann ist es Irrtum oder Erfolg. Man probiert herum und sieht, was funktioniert.

Aber wirklich wissenschaftliche Studien dahinter stehen zu haben, das ist noch mal was ganz anderes. Und darum glaube ich selber, das ist der Grund, warum Havening so effektiv ist.

Michelle Haintz: Wie läuft man so eine Session ab? Also ja, ein bisschen Einblick wäre schön.

Susanna Sweeney: Ja. Na, wie gesagt, Michelle, es wird in so vielen verschiedenen Bereichen benutzt, dass die verschiedenen Practitioners, je nachdem, was Sie mit ihrer Klienten Gruppe denn nun genau machen, die werden alle verschiedene Anwendungen haben für die Benutzer.

Aber wir können ja einfach mal den Havening Touch besprechen. Dann Havening in Touch ist das, wie wir die Gehirnwellen schaffen, wie wir die generieren, sozusagen.

Susanna Sweeney: Und die Gehirnwellen sind, also die Delta und die unterdrückte Theta Gehirnwelle sind die Hauptzutaten. Sagen wir mal, damit kann man schon allerhand machen.

Sagen wir mal zum Beispiel, wenn man eine Panikattacke hat. Sagen wir mal, man macht nichts anderes, außer nur Havening touch dazu anzuwenden. Das allein wurde schon einen großen Unterschied machen. Weil es einen sofort wieder auf den Boden bringt und man sich sicher fühlen kann. Also es ist schon, die Berührung allein ist schon sehr nützlich.

Michelle Haintz: Das ist ja fast eine Meditationsmethode.

Susanna Sweeney: Es ist nicht, nicht unähnlich. Sagen wir mal so.

Michelle Haintz: Ja. Spannend.

Susanna Sweeney: Okay, dann kannst ja mal mitmachen. Hab das erste Berührungsgebiet hier. Das sind die Handinnenflächen. Wiegesagt, das beruht alles auf wissenschaftlichen Studien. Diese Handinnenflächen kann man- es ist natürlich clever, wenn man die beide aneinander reibt- wobei die genaue Richtung nicht so wichtig ist. Was wichtig ist, ist, dass wir die Berührungsrezeptoren stimulieren.

Hmm. Also hier mach ich's gerade mit meinen Fingern. Das ist okay so, ist natürlich effektiver, weil beide Handflächen dabei sind.

Und die Hände sind natürlich auch ganz clever, weil. Man das in einem Zug. Machen kann, Bus machen kann, wenn man Leute rings um sich herum hat. Niemand wird sich wundern, was man da macht, denn das ist ja eigentlich was ganz Intuitives. Ich mache es oft so, dass die Hände an- als ob ich mir die Hände waschen. Das geht auch.

Der zweite Berührungsbereich ist das Gesicht. Nun trage ich eine Brille. Du auch? Es ist das gesamte Gesicht. Man kann auch übers ganze Gesicht drüberreiben. Entweder mit den Fingerspitzen. Oder. Mit den ganzen Fingern. Oder mit den. Handflächen sogar, wenn man möchte.

Das Wichtige dabei ist, dass es angenehm ist. Es gibt auch Leute, die wirklich das Gesicht nicht besonders mögen, wenn es angefasst wird. Ist auch okay. Dann lassen wir das Gesicht einfach aus.

Man kann von der Nase nach außen arbeiten oder einfach von oben nach unten.

Wenn es angenehm ist, dann schafft es in diesem Bereich unheimlich viele Delta Gehirnwellen. Das kann man nämlich messen, da gibt es auch in der Community Messgeräte dafür. Wo man das gleich auf dem Bildschirm sehen kann, wie sofort, wenn man mit der. Berührung anfängt, die Deltawellen vermehrt produziert werden.

Und dann der dritte Berührungsbereich ist von oben auf den Schultern bis runter zu den Ellenbogen.

Und das ist besonders schön, auch, weil es wie eine. Umarmung ist, die man sich selbst gibt. Man sich so richtig schön selbst beruhigen kann, oder sich mit sich selbst anfreunden kann.

Ist natürlich besser ohne Jacke. Ich trage jetzt hier eine Jacke. Ohne Jacke ist besser, denn du kommst besser an die Berührungsrezeptoren ran.

Und wenn man es zur Selbsthilfe nimmt. Das ist etwas ganz Schönes, wenn man dazu Affirmationen sagen kann. Zum Beispiel: Ich fühle mich sicher. Ich bin entspannt. Mir geht es gut.

Ich fühle mich sicher. Ich bin entspannt. Mir geht es gut.  

Ich fühle mich sicher. Ich bin entspannt. Mir geht es gut. 

Sicher. Ich bin entspannt. Ich bin entspannt. Mir geht es gut.

Das können ja deine Zuschauer gerne zu Hause weiterführen.

Es gibt da auch noch viele andere verschiedene Prozesse, die man auch zur Selbsthilfe anwenden kann natürlich. Da kann ich dir ja auch mal einen Link geben dazu, zu einem Artikel, wo ich das noch im Detail erkläre,

Michelle Haintz: Den können wir unterhalb des Videos auch verlinken.

Susanna Sweeney: Genau. Genau. Ja. Aber sag mir doch mal Michelle, du hast das jetzt zum ersten Mal gemacht mit der Havening Berührung. Wie erlebst du das?

Michelle Haintz: Also eher nicht zum ersten Mal. Ich kannte es schon ein bisschen, aber es ist total- es ist es wert- mein erster Gedanke war, wenn man nicht einschlafen kann, nachts wä re das ja die Methode der Wahl, weil das fährt sofort runter, das System. Also jetzt.

Susanna Sweeney: Ja, das beschreibst Du sehr schön. Das ist genau das wie meine Klienten. Das beschreiben, wenn sie es zum ersten Mal machen.

Michelle Haintz: Ja, weil die Betawellen, die wir unter Stress haben, sind auch- ja, sie schütten Stresshormone aus. Und das ist ja genau das Gegenteil. Also ich denke mir auch, dass wir Endorphine ausschütten. Ja, also massiv sieht, das ist ja.

Susanna Sweeney: Also Oxytocin und Serotonin speilen auch eine Rolle dabei. Genau. Genau- deswegen fühlt man sich so gut dabei.

Michelle Haintz: Hmm, weiß ja nicht, aber da ist ja sicher noch einiges dahinter, ne.

Susanna Sweeney: Ja noch. Ja, genau.

Michelle Haintz: Und magst du was über die Ausbildung erzählen?

Susanna Sweeney: Ja. Also, die Ausbildung ist offen für alle.  Ja, das ist auch ein Wunsch der Gebrüder Ruden, dass es nicht zum Experten Ding gemacht wird, sondern das auch. Privatpersonen, sag ich mal, kommen können, wenn sie das möchten.

Ideal ist die Ausbildung auf professioneller Ebene für Coaches, Therapeuten jeder Art Körpertherapeuten habe ich ausgebildet Psychotherapeuten, Sprachtherapeuten, Hypnotherapeuten alles möglich. Wir haben Alternative, alternative, viel mehr Heilpraktiker. Also es passt wirklich zu allem. Lässt sich wunderschön integrieren mit vielen verschiedenen Methoden.

Die Ausbildung ist eine Zusatzausbildung. Man kann sich jetzt nicht auf Havening verlassen und dann auf jeden Fall. In Deutschland und Österreich sind die Sachen ja sehr reguliert. Also man muss dann schon gucken, wie es reinpasst. Ja. Aber ich habe letztes Jahr auch schon Leute in Österreich ausgebildet und die haben Wege gefunden, das zu integrieren in ihrer Praxis.

Michelle Haintz: Also es gibt bei uns den Energetiker, aber vor allem Therapeuten auch. Also ich denke, für Ärzte aller Fächer ist es wäre es nicht schlecht, wenn sie das dazu hätten.

Susanna Sweeney: Ganz genau. Ja. Wir haben auch- in der Community haben wir Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Zahnärzte, Psychiater, auch. Also für Mediziner ganz super.

Susanna Sweeney: Sozialarbeiter, Lehrer. Also eigentlich jeder, der Kontakt hat mit Klienten. Also man kann sich vorstellen, sogar wenn man in der Schule arbeitet und Teenager berät, was sie dann beruflich machen wollen in der Zukunft- sogar da könnte man sich vorstellen, wie man sehr produktiv Havening einbauen könnte.

Michelle Haintz: Oder zum Beispiel vor einer Schularbeit. Das gab's, wenn die Kinder vor der Schularbeit dieses machen. Da gibt es viele Möglichkeiten noch.

Susanna Sweeney: Genau. Also eben ganz verschiedene Anwendungsbereiche. Man muss es natürlich selber legal, je nach dem Land, wo man nun wohnt, mit einarbeiten in die eigene Karriere, also das eigene Berufsbild, du weißt schon wie ich meine,

Die Grundausbildung sind 16 Stunden, das mach ich, ich  mach das alles online, was auch schön ist, weil die Ausbildungen sind imer sehr international. Und man kann es eben von zu Hause machen. Das spart auch an Kosten, Reisekosten, Unterkunft usw. Die Qualität meiner Ausbildungen, obwohl ich das selber sage, ist sehr hoch.

Also man hat ja immer noch diesen Mythos, dass eine Online Ausbildung irgendwie weniger wert ist als eine Face to Face Ausbildung.

Ja. Es kommt eben immer darauf an, wie man es macht und ich würde diese Theorie infrage stellen. Das glaube ich nun nicht mehr. Manche Leute bevorzugen Face to Face und das ist dann auch in Ordnung. Auf jeden Fall meine Studenten, die haben dabei ein Qualitäts Erlebnis.

Man lernt die Theorien. Während dieser 16 Stunden und man lernt die Anwendung der Techniken. Also es ist wirklich sehr voll, der Tagesablauf dabei. Es ist immer was los und sehr viel zu lernen, sehr viel zu verarbeiten und das alles in einer schönen, angenehmen, sicheren, unterstützenden Atmosphäre.

Weil mir das auch ganz, ganz wichtig ist, dass die Leute sich wohlfühlen dabei, wenn sie was Neues lernen. Denn zu viele von uns haben Lerntrauma noch aus den Schulzeiten her und trauen sich nichts zu sagen in Gruppen.

Und bei mir ist es so: Bei mir darf man Fehler machen, Bei mir muss man sogar Fehler machen, denn ohne Fehler zu machen, kann man nichts lernen.

Das ist richtig, ja. Ja. Und dann nach dieser Grundausbildung, ich mach die immer drei Tage hintereinander. Also entweder Samstag, Sonntag, Montag oder Freitag. Samstag, Sonntag.

Nach dieser Grundausbildung kann man dann das Zertifikat ablegen, was sich sehr empfiehlt, wenn man es professionell anwenden will. Und ich sage das immer so mein Bild dafür ist. In der Grundausbildung lernt man sicher auf dem Parkplatz herumzufahren mit dem Auto, aber man war noch nicht im Straßenverkehr. Und beim Zertifikat lernt man dann, wie man das auch sicher im Straßenverkehr macht.

Michelle Haintz: Aha. Das sind weitere Einheiten.

Susanna Sweeney: Ja, na das funktionert so, dass man 32 Klienten Sitzungen macht. Wenn es jetzt eine Privatperson ist ihr kommt, die können mit Freunden und Familie arbeiten. Kein Problem. Wenn es jemand Professionelles ist, so wie du, dann könntest du auch mit deinen Klienten arbeiten damit. Und du dokumentiert diese 32 Sitzungen. Zwei davon werden als Video aufgenommen. Und ich gebe zwischendurch immer unterstützendes Feedback.

Und dadurch lernt man eben die Anwendung der Methoden noch mal ganz anders.

Noch mal richtig, tiefgreifend und fallbezogen auch. Und dann biete ich- das machen nicht alle Ausbilder, aber ich hab für meine Zertifikationsstudenten noch ein Lernportal, wo ich noch ein paar zusätzliche Lerninhalte auch habe, die auch sehr, sehr nützlich sind, schon gleich von Anfang an zu lernen, denn ich habe mir alles selber mühsam erarbeiten müssen. Und hätte mir gewünscht, dass ich das alles von Anfang an schon gehabt hätte. Darum stelle ich das so zur Verfügung.

Ja. Und dann nach dem Zertifikat nennt man sich dann Certified Havening Practitioner und man hat dafür ein Jahr Zeit. Vom Datum der Grundausbildung her gerechnet, also 32 Fälle über ein Jahr, dat man sehr viel, sehr viel Zeit und kann das sehr entspannt machen. Und nach dem Jahr kann man es dann auch noch machen. Nur wird man dann gebeten, die Grundausbildung noch mal zu wiederholen.

Susanna Sweeney: Zum halben Preis.

Michelle Haintz: Wenn man länger braucht.

Susanna Sweeney: Ja zum halben Preis noch mal zu wiederholen, zum Auffrischen sozusagen. Ja. Also es ist eher zugänglich. Nichts elitäres dabei. Ja und eine sehr, eine sehr willkommen heißende Lernumgebung.

Michelle Haintz: Wir haben ja vorhin schon einige Ende noch nicht wirklich ans Herz legen werde. Und ja, vielleicht schauen wir mal, ich weiß nicht, vielleicht. Vielleicht entscheide ich mich auch noch dazu einfach dringend noch noch ein paar Zeugnisse. Bei mir stapeln sie sich schon, aber es, es spricht mich so an, ja, schauen wir mal ja.

Susanna Sweeney: Also für Gruppen, für Gruppen von zehn Leuten oder mehr reise ich auch gern. Da würde ich es dann auch Face to Face machen.

Michelle Haintz: Aha. Na, müssten wir mal schauen. Also, das ist gut zu wissen. Also das wäre eine. Eine Möglichkeit wäre eine Möglichkeit.

Susanna Sweeney: Du bist in Wien? Ja.

Michelle Haintz: Also ich hab hier Freunde, die haben so eine Naturheiler Verband also innerhalb im Rahmen dessen könnt ich mir vorstellen. Aber das ist Zukunftsmusik. Schauen wir mal! Also jetzt ist momentan. Nächster Termin ist im September.

Susanna Sweeney: Mitte September ist meine nächste Ausbildung. Warte mal, genau das Datum müsste ich noch mal gucken.

Michelle Haintz: 17. Glaube, ich.

Susanna Sweeney: Du weißt es besser als ich. Ich weiß. Ich vergesse immer dafür.

Michelle Haintz: Nein, Es war für mich wichtig, wenn ich das Video dann veröffentliche.

Susanna Sweeney: Diese kommende Ausbildung. Samstag, Sonntag, Montag.

Michelle Haintz: Gibt es irgendetwas, was du ihnen, dir vielleicht ein bisschen Appetit bekommen haben noch mitgeben möchtest?

Susanna Sweeney: Ja, na Auf jeden Fall werden wir das verlinken zu meiner Webseite. Da sind vor allem für die Leute, die noch bisschen Englisch sprechen. Ich habe verschiedene Artikel über Havening, die meisten sind in Englisch, zwei drei sind auch auf Deutsch. Aber die Ausbildung ist in Deutsch.

Die Ausbildung ist auf Deutsch. Ja, ja, genau weil ich würde ich auch sehr empfehlen den deutschsprechenden Leuten das auf Deutsch zu machen. Außer man hat wirklich mal aktiv im Ausland gelebt und Englisch aktiv angewandt, weil wirklich unheimlich viel Fachsprache dabei ist.

Ich glaube man kriegt einfach dann mit der Muttersprache mehr mit. Ja, wir haben eine ganz tolle Community, die trifft sich vor allem in einer Facebookgruppe und da sind dann alle möglichen Sachen, alle möglichen Angebote, zumeist auf Englisch.

Die Übungsgruppen und weiß der Geier, verschiedene Sachen, die Ausbilder noch anbieten und so was immer was los. Und man kann auch selber Fälle bringen und Fragen dazu stellen. Man kann natürlich, während man im Zertifikat ist, auch mir diese ganzen Fragen stellen, aber dann für die Zukunft hat man immer etwas, wo man hingehen kann und sich beraten lassen kann.

Michelle Haintz: Ein sicherer Hafen.

Susanna Sweeney: Ein sicherer Hafen ja und die Community ist da sehr hilfreich und die heißen einen willkommen.

Da gibt es also keine Negativität oder so wie es oft auf Facebook ja ist und wie die, wovor die Leute ja auch Angst haben vor so einer Umgebung. Das gibt es bei uns nicht, dass also wenn jemand sich dann irgendwie dumm fühlen muss dafür, dass er oder sie eine Frage stellt. Überhaupt nicht.

Michelle Haintz: Meine Liebe, ich danke dir. Das war ganz spannend. Hat mich bestätigt darin, dass mich das sehr anspricht und ja, auch die Zuseher und Zuseherinnen, ich kann ich nur sagen, sei offen, fühl einfach in dein Herz, ob du da mehr erfahren und lernen möchtest. Und wenn ja, dann ja, der Link ist unterhalb von unserem Video. Würde mich sehr freuen, wenn wir da viele begeistern.


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